Der Klimawandel ist auch am Ritten spürbar. Steigende Temperaturen, häufigere Wetterextreme und zunehmende Wasserknappheit stellen die Gemeinde vor neue Herausforderungen. Mit dem Klimaplan Südtirol 2040 hat das Land den Rahmen für den Weg zur Klimaneutralität geschaffen. Der Klimaplan Ritten soll diese Ziele auf Gemeindeebene mit konkreten Maßnahmen umsetzen.
Gemeinsam für den Klimaschutz
Der Landesplan sieht Veränderungen in vielen Bereichen vor, von Energie und Mobilität über Landwirtschaft und Tourismus bis hin zu Konsum. Im Mittelpunkt stehen weniger Treibhausgase, mehr erneuerbare Energie und ein schrittweiser Ausstieg aus fossilen Brennstoffen.
Damit diese Ziele erreicht werden können, müssen auch Gemeinden, Unternehmen und Bevölkerung mitwirken. Am Ritten wird der Klimaplan deshalb gemeinsam mit der Bevölkerung erarbeitet. Das Ökoinstitut Südtirol begleitet die Gemeinde bei diesem Prozess.
Der Plan soll im Herbst dem Gemeinderat zur Genehmigung vorgelegt werden. Bis Ende 2026 sollen die Ergebnisse der Bevölkerung vorgestellt werden. Danach beginnt die konkrete Umsetzung.
Ritten hat bereits gute Voraussetzungen
Der Klimaplan bietet die Chance, vorhandene Möglichkeiten gezielt zu nutzen. Mit der Rittner Seilbahn, der Rittner Bahn und einem gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz gibt es bereits Alternativen zum Auto. Auch Fahrrad und E-Bike gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Im Energiebereich setzt die Gemeinde unter anderem auf das Bioenergie-Fernheizwerk Ritten, Wärmepumpen und Photovoltaik. Auch private Haushalte können durch einen sparsamen Umgang mit Energie und Wasser sowie durch den Kauf regionaler Produkte zum Klimaschutz beitragen.
Die Gemeinde setzt gezielt Maßnahmen um. Die öffentliche Beleuchtung wird schrittweise auf LED umgestellt, Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden werden ausgebaut und Energieverbräuche regelmäßig kontrolliert.
Auch beim Trinkwasser wird angesetzt: Die Gemeinde arbeitet laufend daran, Wasserverluste im Leitungsnetz zu reduzieren. Der Verlust liegt derzeit bei rund zwei Prozent und damit deutlich unter dem Südtiroler Durchschnitt von 20 bis 30 Prozent.
Der Klimaplan Ritten soll deshalb mehr sein als ein strategisches Dokument. Er soll konkrete Maßnahmen anstoßen, Orientierung geben und dazu beitragen, die Lebensqualität am Ritten langfristig zu sichern.